Mein Weg zur Ausbildung als THP

 

Als ich mich 2010 dazu entschied, mir noch einmal einen Welpen anzuschaffen, habe ich mich ganz ausführlich mit der Ernährung des Hundes befasst.

 

Dieses Thema war für mich so faszinierend und umfassend, dass mir schnell klar wurde, eine Ausbildung zu beginnen, die sich mit der ganzheitlichen Gesundheit, und somit auch der artgerechten Ernährung des Hundes und der Katze befasst.

 

Nachdem ich zunächst diverse Fortbildungen und Symposien besucht habe, entschied ich mich dann eine Ausbildung als Tierheilpraktikerin an der Paracelsus Schule in Hannover zu absolvieren.

 

Seit 2012 betreibe ich sehr erfolgreich einen Barf Shop in Bad Pyrmont, dem ich nun auch meine

 

Tierheilpraxis angeschlossen habe, um Sie und ihr Tier im Bereich Ernährung und Gesundheit

Ausführlich beraten und behandeln zu können.


Warum Barfen?

In der heutigen Zeit haben viele Hunde mit Allergien zu kämpfen.                                

Juckreiz und Durchfall sind leider häufige Symptome, in den meisten

Fällen liegt das am zu hohen Getreideanteil im Fertigfutter.

Weizen Mais und Soja sind Allergieauslöser Nr.1.

 

Meist verschwinden diese Probleme nach der Umstellung auf Rohfütterung.

Der Hund ist ein Karnivor = Fleischfresser

Mit einer abwechslungsreichen Rohfütterung wird eine ausgewogene

Versorgung mit allen Nährstoffen gewährleistet.

Dieses geschieht über einen Zeitraum von mehreren Wochen.

Es ist daher nicht nötig jede Mahlzeit im richtigen Verhältnis zu verfüttern.

 

Die Umstellung

In der Regel lässt sich der Hund Problemlos von Trockenfutter auf Rohfleisch umstellen.

Wenn möglich sollte man den Hund einen Tag fasten lassen.

Es ist ratsam zunächst nur eine Sorte Fleisch ( Rind ) Gemüse ( Möhren ) Öl ( Leinöl )

zu füttern.

Rinderpansen ist für den Anfang ebenfalls sehr gut geeignet.

 

Was gehört auf den Rohfutter Speiseplan?

Verschiedene Fleischsorten: Rind, Geflügel, Lamm, Wild, Fisch, Pferd, Ziege,

 

Was kann verfüttert werden?

 

Rind:

Muskelfleisch, Schlundfleisch, Kopffleisch, Lefzen, Euter

Innereien, Herz, Leber, Lunge, Milz, Niere,

Blättermagen, Grüner Pansen

Knorpel-Knochen, Rinderbrustbein, Schaufelknorpel, Kehlköpfe,

fleischige Knochen, Beinscheibe, Luftröhre.

 

Geflügel:

Pute, Ente, Huhn, Gans, Strauss.

Das Geflügel kann komplett verfüttert werden. Es ist leicht verdaulich

und reich an essentiellen Fettsäuren.

 

Lamm:

Muskelfleisch, Innereien und Knochen.

Lammfleisch ist meist gut für Allergiehunde geeignet.

Enthält wenig Proteine und viel Fett.

 

Wild:

Reh, Kaninchen Hirsch,

Muskelfleisch, Keilen Karkassen, Rücken, Lunge, Niere.

Gut geeignet bei Nahrungsmittelallergie, leicht verdaulich,

fett-und kalorienarm.

 

Fisch:

Lachs, Dorsch, Kabeljau, Forelle, Sardine, Thunfisch, Scholle,

Fisch ist besonders reich an Omega 3 Fettsäuren.

 

Welches Gemüse?

Es können so ziemlich alle Gemüsesorten verfüttert werden.

Möhren, Brokoli, Spinat, Zuchini, Fenchel, Sellerie, Pastinake, Rote Beete,

Wirsing, Topinambur, Mangold, Kürbis, Brokkoli, Fenchel, usw.

Das Gemüse sollte immer püriert gegeben werden, damit der Hund die pflanzlichen

Zellfasern aufschließen kann.

Immer etwas Öl zum Gemüse geben.

 

Welches Obst?

Bis auf Weintrauben können alle Obstsorten verfüttert werde. Steinobst ohne Kerne geben.

Nur frisches ganz reifes Obst verwenden und pürieren.

 

Welche Kräuter?

Es gibt eine Vielzahl an Kräutern die man füttern kann.

Petersilie, Löwenzahn, Brennnessel, Hagebutte, Luzerne, Spitzwegerich, Klee, Scharfgabe,

Giersch, Brunnenkresse.

Da Kräuter eine medizinische Wirkung haben sollten sie gezielt eingesetzt werden.

 

Was kann sonst noch gegeben werden?

Milchprodukte: Quark, Joghurt, Kefir, Hüttenkäse, Buttermilch, Ziegenmilch,

Eier, roh oder gekocht auch gerne mit Schale.

Öle sollten täglich gegeben werden. Leinöl, Hanföl, Fischöl, Schwarzkümmelöl,

Nachtkerzenöl, Dorschlebertran, Borretschöl.

Kaltgepresste Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren verwenden.

 

 

Nahrungsergänzungen?

können in bestimmten Lebensphasen kurweise gefütter werden.

Hagebuttenschalen bei Stress oder nach Krankheit.

Grünlippmuschel Teufelskralle Kollagen bei Gelenkproblemen.

Bierhefe bei Hautproblemen.

Probiotika für die Darmflora z.B. nach Antibiotika Gabe.

Natürliche Seealgen liefern Vitamine, Mikromineralien wie Jod und Fluor sowie Enzyme

und Aminosäuren.

 

 

Gesamtfuttermenge pro Tag?

2-4 % vom Körpergewicht des Hundes

¾ Fleisch einschl. Innerei und Knochen.

¼ Gemüse und Obst.

Gerne erstellen wir Ihnen Individuelle Futterpläne die auf Ihren Hund abgestimmt sind.